Mittelrheiner sammeln weit der Heimat neue Erfahrungen beim Deutschland-Cup

Immerhin haben 8 Turner der 12 qualifizierten mittelrheinischen Turner den Weg nach Waging am See (kurz vor Salzburg) angetreten und versucht ihr Können zu präsentieren.
Das ist dann allerdings nicht jedem gelungen, so dass das Resümee sehr unterschiedlich ausfiel.
Bekanntermaßen ist das Niveau des Mittelrheinischen Gerätturnens im männlichen Jugendbereich nicht top-ten-fähig. Daher ging es auch nicht so sehr um vordere Plätze, sondern darum, sein Können auf Bundesebene zu vergleichen und Erfahrungen und weitere Motivation zu sammeln. Turnen ist lebenslang möglich, wie die Deutschen Seniorenmeisterschafen zwei Wochen zuvor eindrucksvoll demonstrierten. Daher muss man ob der pubertär-volatilen Entwicklung von Jungen geduldig weiter trainieren bis „der Knoten platzt“. Es gibt viele Beispiele, wo die Performance jenseits vom 20sten Lebensjahr erst richtig Fahrt aufnahm.
Ob die vermeintlichen Topturner des Verbandes ihrem intern gepflegten Image wirklich gerecht werden, wird man wohl so schnell nicht erfahren, wenn sie an solchen Wettkämpfen nicht teilnehmen.
Zu den Ergebnissen:
AK 18-29
29. Platz Bastian Hofmann (VfL Altendiez)
31. Platz Jonathan Gassen (Coblenzer TG)
AK 16/17
18. Platz Lukas Reuter (Coblenzer TG)
21. Platz David Stock (TuS Niederberg)
24. Kian Welter (Coblenzer TG)
AK 12/13
20. Maxi Gassen (Coblenzer TG)
23. Maximilian Martini (TV Vallendar)
24. Leon Nitschik (TuS Niederberg)
Vergleicht man die Punktzahlen von Verbands- über Rheinland-Pfalz-Meisterschaften bis zum D-Cup, stellt man fest, dass diese meist dicht zusammenliegen. Das bedeutet, dass die oft behauptete Milde heimischer Kampfrichter einerseits nicht gegeben ist und andererseits die Turner stabil ihr Programm beherrschen.
Schmerzlich anders und für ihn sehr enttäuschend lief es bei Leon Nitschick. Noch die Woche zuvor hatte er bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften mit einem soliden Wettkampf seine Verbandsgegner mit dem 3. Platz hinter sich gelassen. Nun erlebte er ein Debakel am Pferd, wo er seine sonst stabile Übung total verturnte und mit weniger als 4 Punkten vorliebnehmen musste. Zum Glück können er und die beiden anderen AK12/13er im nächsten Jahr noch einmal in derselben Altersklasse antreten, wo dann 11 besserplatzierte Turner eine Altersklasse aufsteigen.
Bericht und Fotos: Joachim Alt, Fachwart Gerätturnen männlich